Herzlich willkommen auf der Webseite der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Warmensteinach!
Warmensteinach im Fichtelgebirge liegt zu Füßen des Ochsenkopfs, mit 1024 Metern der zweithöchste Berg in Nordbayern. Auf 600 Metern Höhe grüßt die Dreifaltigkeitskirche ins Tal der Warmen Steinach, und bietet einen herrlichen Ausblick über den ganzen Ort.
Unsere Kirche ist täglich für Sie geöffnet von 9:00 bis 16:00 Uhr.
Sie finden hier einen Raum der Stille, zum Nachdenken und zum Gebet.
Karten und Texte und Informationen zur Kirche liegt für Sie bereit.
Dazu ein Gäste- und Gebetbuch.
✨ Wir freuen uns auf euch – Gemeinschaft, Glaube und gute Gespräche!
Herzliche Einladung an alle – kommt vorbei und bringt Freunde mit!
Gedanken zum Meer -Psalm 189- von Jürgen Grießhammer
Danklied des Königs für Hilfe und Sieg (Ausschnitt)
2 Ich will dich lieben, HERR, meine Stärke, *
3 HERR, du mein Fels und meine Burg und mein Retter; * mein Gott, mein Fels, bei dem ich mich berge, / mein Schild und Horn meines Heils, meine Zuflucht.
4 Ich rufe: Der HERR sei hoch gelobt! * und ich werde vor meinen Feinden gerettet.
5 Mich umfingen die Fesseln des Todes * und die Fluten des Verderbens erschreckten mich.
16 Da wurden sichtbar die Tiefen des Wassers, * die Grundfesten der Erde wurden entblößt vor deinem Drohen, HERR, * vor dem Schnauben deines zornigen Atems.
17 Er griff aus der Höhe herab und fasste mich, * zog mich heraus aus gewaltigen Wassern.
Drei Viertel der Erde sind vom Meer bedeckt. So ist es Projektionsfläche für menschliche Ängste, aber zu allen Zeiten auch ein konkreter Ort menschlicher Schicksale.
Am Meer kann es sehr gemütlich sein. Man kann entspannt am Strand liegen, die Seele baumeln lassen und auf das leise Plätschern die Wellen ans Ufer hören oder Schwimmen gehen, Angeln, Muscheln suchen. Man hat die Möglichkeit, eine kleine Bootsfahrt zu unternehmen oder sogar eine große Schiffsreise und dies an Nordsee, Ostsee oder auf dem großen, weiten Ozean.
Das Meer kann jedoch auch äußerst ungemütlich sein, voller Kraft und Härte: Dann schlagen die Wellen hoch und krachen in sich zusammen. Gischt spritzt auf, laut tost der Wind und der Sturm heult. Das kann mich sehr ängstigen. Aber wenn ich aufschaue und meinen Blick schweifen lasse, dann geht er in die Weite, bis zum Horizont. Dort sieht das Meer immer still und ruhig aus.
Dieser Perspektivenwechsel von nah nach weit hilft mir auch in den anderen Stürmen meines Lebens: An einem aufgescheuchten und aufgepeitschten Alltag oder wenn unbeantwortete Fragen, bohrende Sorgen und ungewisse Unruhe belasten. Schaue ich direkt darauf, dann fürchte ich, darin unterzugehen.
Verändere ich meine Blickrichtung, habe ich freien Blick, schaue ich auf den weiten Horizont meines Lebens, dann kann sich auch mein Leben selbst verändern.
Zu einer solchen Horizonterweiterung ermutigt der biblische Psalm 18.
Ein Mensch ist darin umgeben von anderen Menschen, die Verderben bringen. „Die Fluten des Verderbens erschreckten mich“, (V. 5) so heißt es da. Die Wellen schlagen über ihm zusammen. Wird diese Not seinen Untergang bedeuten? Er betet, schreit nach Gott und - wird erhört. Gott hilft. Wie einen riesigen Seenotretter erfährt der Mensch Gott: „Er griff aus der Höhe herab und fasste mich, zog mich heraus aus gewaltigen Wassern.“ (V. 17) Gott ist kein Puppenspieler! Das ist ein Bild für Rettung in höchster Not. Ein Bild dafür, dass ich hoffen darf, darauf, dass sich die Dinge ändern darauf dass Gottes Kraft heilt und befreit. Ja, dass er meinen Horizont erweitert und meinem Blick neue Perspektiven verschafft.
Der Mensch im Psalm atmet auf und sagt über Gott: „Er führte mich hinaus ins Weite“ (V. 20). Eine Weite, die uns herausführt aus dem Kreisen um uns selbst. Aus meinen eigenen Grenzen. Aus den Grenzen, die die Welt nun einmal hat, eben hinaus ins Weite.
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